Zusammenfassung
Die Aktienmärkte der Schwellenländer verzeichneten ihren stärksten Tagesverlust seit über einem Monat, da ein deutlicher Anstieg der Rohölpreise das Anlegervertrauen erschütterte und den MSCI Emerging Markets Index um mehr als 2 % fallen ließ. Der Ölpreisanstieg – ausgelöst durch erneute Angebotssorgen – schürte die Angst vor steigenden Importkosten und einer beschleunigten Inflation in den Entwicklungsländern, die stark von Energieimporten abhängig sind. Der Ausverkauf griff auf die Devisen- und Anleihemärkte über, wobei viele Schwellenländerwährungen gegenüber dem Dollar an Wert verloren und die Renditen von Staatsanleihen stiegen. Die risikoscheue Stimmung unterstrich die Anfälligkeit der Schwellenländer gegenüber Rohstoffpreisschocks, da sich die Anleger auf mögliche Straffungen der Geldpolitik durch die Zentralbanken oder verzögerte Lockerungszyklen vorbereiteten, die die Wachstumsaussichten weiter belasten könnten.