EU plant die Ausweitung von CO2-Abgaben auf Auslandsflüge, was die Gewinnmargen der Fluggesellschaften beeinträchtigen wird.
International Airlines Group, Muttergesellschaft von British Airways, Aer Lingus, Iberia und Vueling, verfügt über umfangreiche Langstreckenaktivitäten von London Heathrow, Madrid und Dublin aus. Allein British Airways erwirtschaftet den Großteil seines Umsatzes auf Strecken nach Nordamerika und Asien. Neue CO2-Abgaben würden zu den bereits erheblichen EU-ETS-Kosten von IAG hinzu kommen und die Gewinnperspektiven gefährden.
- ▼ Ausweitung der EU-CO2-Abgabe auf Auslandsabflüge
- ▼ Großes Langstreckennetz von IAG von mehreren EU-Drehkreuzen aus
- ▲ Die diversifizierte Drehkreuzstruktur von IAG könnte eine Routenoptimierung zur Minimierung der Abgabe ermöglichen
- ▲ Einnahmen aus Premiumkabinen könnten Kostensteigerungen besser absorbieren als reine Low-Cost-Geschäftsmodelle
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Warum ist IAG besonders betroffen?
British Airways, die größte Tochtergesellschaft von IAG, hat einen der höchsten Anteile am interkontinentalen Verkehr unter den europäischen Fluggesellschaften. Aer Lingus und Iberia betreiben ebenfalls umfangreiche Streckennetze außerhalb der EU, was die Gruppe insgesamt sehr CO2-intensiv macht.
Könnte IAG von einer langsameren Einführung profitieren?
Möglich. Wenn die EU eine schrittweise Erhöhung oder die Zuteilung kostenloser Zertifikate für Langstreckenflüge zulässt, wäre der kurzfristige Effekt für IAG weniger gravierend. Die finanziellen Ressourcen der Gruppe ermöglichen es ihr auch, Flugzeugflotten schneller zu modernisieren.