Brasilien rechnet aufgrund des Iran-Krieges längerfristig mit einer über dem Zielwert liegenden Inflation.
Anhaltende Inflation und eine restriktivere Geldpolitik der Zentralbank trüben die Wachstumsaussichten für brasilianische Aktien. Höhere Kreditkosten und ein Rückgang der Konsumausgaben belasten die Unternehmensgewinne, insbesondere in zinssensiblen Sektoren wie dem Einzelhandel und dem Bankensektor. Der Iran-Krieg verstärkt die globale Risikoaversion und setzt damit Schwellenländeraktien wie die im EWZ gelisteten zusätzlich unter Druck.
- ▼ Anhaltende Inflation über dem Zielwert
- ▼ Zinserhöhungen der Zentralbank
- ▲ Starke Rohstoffexporte glichen die Schwäche im Inland aus
- ▲ Globale Rallye in den Schwellenländern, wenn der Iran-Krieg schnell beendet wird
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Wie werden sich höhere Zinssätze auf brasilianische Aktien auswirken?
Höhere Selic-Zinssätze verteuern die Kredite für Unternehmen und Verbraucher und belasten zinssensitive Branchen wie Immobilien, Finanzen und zyklische Konsumgüter. Dies führt typischerweise zu niedrigeren Gewinnschätzungen und einer Verringerung der Bewertungskennzahlen des Bovespa-Index.
Bietet der Iran-Krieg irgendwelche Chancen für brasilianische Aktien?
Steigen die Ölpreise stark an, könnte Brasiliens großer Ölexportsektor davon profitieren und die Sorgen im Inland teilweise ausgleichen. Petrobras und andere Rohstoffexporteure könnten Gewinne verzeichnen, die allgemeine Marktstimmung dürfte jedoch negativ bleiben.